Der Sommer läuft auf Hochtouren, die Fenster im Auto bleiben unten und der Sound der vergangenen Monate verlangt nach einem festen Platz in der Playlist. Mit BRAVO Hits Vol. 134 liefert Universal Music punktgenau die neueste Ausgabe des traditionsreichen Chart-Kompilations-Dinosauriers. Seit den 90er-Jahren fängt die Reihe verlässlich den Zeitgeist der Popkultur ein. Doch kann sich eine physikalische Doppel-CD (oder ihr Streaming-Äquivalent) im Zeitalter von maßgeschneiderten Algorithmen und täglichen TikTok-Trends überhaupt noch behaupten?
Hier kommt der umfassende Überblick zur Tracklist, den Highlights und unserem Urteil.
Der Sound des Monats: Was steckt auf der Tracklist?
Die BRAVO Hits Vol. 134 verteilt stolze 48 Tracks auf zwei prall gefüllte Discs. Der Fokus liegt spürbar auf treibenden Sommer-Beats, großen internationalen Pop-Namen und einer erstaunlich dominanten Riege aus dem deutschsprachigen Raum.
Disc 1: Dancefloor, Sommer-Vibes & deutscher Zeitgeist
Den Auftakt macht gleich ein echtes Schwergewicht: Calvin Harris & Jazzy liefern mit * Satisfy* den perfekten House-Einstieg für warme Sommernächte. Direkt danach treffen Pop-Königinnen aufeinander – Zara Larsson & Shakira machen mit Eurosummer (Girls Trip) ihrem Namen alle Ehre.
Interessant wird es bei der Mischung aus Genres:
- Elektronisch & Club: Produzenten wie Alle Farben (sowohl solo mit Heroes Of The Night als auch mit Armin van Buuren), Kygo, Lost Frequencies und Robin Schulz decken das EDM-Spektrum flächendeckend ab.
- Deutschpop & Urban: Deutschsprachige Hochkaräter wurden prominent auf CD 1 platziert – von der Kollaboration KitschKrieg, Blumengarten & Shirin David (Gut Genug) über Montez und Nico Santos bis hin zu Sarah Connor
Sarah Connor ist eine deutsche Sängerin und Songwriterin. Aufgewachsen in Delmenhorst, wurde sie im Alter von sechs Jahren Mitglied eines Kirchenchors. Connor wurde bekannt, nachdem sie 2000 bei X-Cell Records unterschrieben und im folgenden Jahr ihr Debütalbum Green Eyed Soul (2001) veröffentlicht hatte. Sie folgte mit einer Reihe erfolgreicher Alben,... More. - Nostalgischer Ausreißer: Mit Beauty And A Beat von Justin Bieber & Nicki Minaj schleicht sich sogar ein bewährter Klassiker von 2012 unter die brandneuen Veröffentlichungen.
Disc 2: Starke Stimmen, Indie-Einflüsse & Rock-Pop
Wer dachte, die zweite CD sei nur für die „B-Seiten“ reserviert, täuscht sich. Hier geht es international hochkarätig weiter:
- Global Megastars: Bruno Mars (Risk It All), Ariana Grande (hate that i made you love me), Katy Perry
Katy Perry (* 25. Oktober 1984 in Santa Barbara, Kalifornien als Katheryn Elizabeth Hudson) ist eine US-amerikanische Sängerin und Songschreiberin. Sie wurde 2008 mit "I Kissed a Girl" und "Hot n Cold" bekannt und verkaufte weltweit über 126 Millionen Tonträger und über 72 Millionen Download-Singles. Jugend und Anfänge als Sängerin... More (Watch It Burn) und Teddy Swims zeigen Stimmgewalt. - Indie & Singer-Songwriter: Folk-Rock-Phänomen Noah Kahan ist mit The Great Divide vertreten, flankiert von Maisie Peters und den Giant Rooks.
- Die Überraschung zum Schluss: Nachdem Indie-, Rap- und Pop-Größen den Ton angaben, schließen Die Toten Hosen (Schlechte Nachbarn) und Helene Fischer (Heute Nacht) die Tracklist auf gewohnt kontrastreiche Art ab.
Die Highlights & Enttäuschungen der Ausgabe
Die Gewinner:
- Der Dance-Anteil: Für Grillpartys oder Roadtrips ist die Zusammenstellung ideal. Die Übergänge zwischen modernem Slap-House, Piano-House und Radio-Pop greifen nahtlos ineinander.
- Abwechslungsreiches Stimmungsbarometer: Der Spagat zwischen TikTok-Virals (z. B. Olivia Rodrigo
Olivia Isabel Rodrigo ist eine amerikanische Schauspielerin und Sängerin. Bekanntheit erlangte sie durch die Rolle der Paige Olvera in der Disney Channel Serie Bizaardvark und als Nini Salazar-Roberts in der Disney+ Serie High School Musical: Das Musical: Die Serie. Rodrigo wurde in Temecula geboren und wuchs in Murietta im US-Bundesstaat... More, Alex Warren), Rap-Kollabs und klassischem Singer-Songwriter-Sound gelingt im ersten Drittel beider CDs erstaunlich flüssig.
Die Schwachstellen:
- Der Genre-Salat am Ende von Disc 2: Die Abfolge am Ende der zweiten CD wirkt stellenweise wie gewürfelt. Wenn auf NDW/Punk-Attitüde von den Toten Hosen direkt Schlager-Pop von Helene Fischer folgt, mag das zwar die ganze Bandbreite der Charts widerspiegeln, zerstört aber jeden roten Faden beim Durchhören.
- Klassiker als Füllmaterial? Das Einbauen von Justin Biebers 14 Jahre altem Track Beauty And A Beat mag nostalgisch sein, wirkt auf einer rein aktuellen Sommer-Kompilation aber leicht fehl am Platz.
Fazit
BRAVO Hits Vol. 134 macht genau das, wofür die Reihe seit Jahrzehnten geliebt wird: Sie liefert ein unverfälschtes, vollgepacktes Audio-Foto des aktuellen Pop-Moments. Wer keine Lust hat, eigene Playlists manuell zusammenzustellen, bekommt hier einen energiegeladenen, frischen Mix aus Chart-Stürmern, Dance-Hymnen und Deutschpop.
Für Sammler der physischen CD ohnehin ein Pflichtkauf, aber auch als Playlist-Vorlage für den Sommer absolut empfehlenswert. Volume aufdrehen!
BRAVO Hits, Vol. 134
Mit der neuen BRAVO Hits 134 landet jetzt die nächste Ausgabe der Kult-Compilation (*) – randvoll mit den größten aktuellen Chart-Hits der vergangenen Monate.
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