• 14.08.2026 11:15

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Rolling Stones: Mit über 80 geht die Reise weiter

Stonescollage

Hackney Diamonds“(*) war gestern – jetzt rockt „Foreign Tongues“(*) weiter

Stell dir vor: Die Rolling Stones sind mittlerweile alle um die 80 oder knapp dran, und statt leise in den Ruhestand zu gehen, veröffentlichen sie einfach ihr 25. Studioalbum. Genau das passiert gerade mit „Foreign Tongues“, das am 10. Juli 2026 rauskommt – fast auf den Tag genau 64 Jahre nach ihrem allerersten Gig am 12. Juli 1962 im legendären Londoner Marquee Club.

„Hackney Diamonds“ war schon 2023 ein starkes Comeback-Album (das 24. Studioalbum) nach langer Pause. „Foreign Tongues“ ist der frische Nachfolger – und der macht genau dort weiter, wo die Stones 2023 aufgehört haben: energiegeladen, spielfreudig und absolut nicht wie ein „Alterswerk“.

Was das Album ausmacht

Die limitierten Vinyl-Editionen sind natürlich sofort Sammlerstücke (die Zahl 7900 passt zu typischen Special Editions der Band). Beim Streaming läuft es ebenfalls rund – die Stones polarisieren nie, sie begeistern einfach weiter.

Die Lead-Single „In the Stars“ kommt mit einem Video, in dem Mick Jagger digital verjüngt auftritt, zusammen mit Hollywood-Star Odessa A’zion. Der Song hat diesen sofort wiedererkennbaren Keith-Richards-Riff, der an Klassiker wie „Start Me Up“ erinnert, aber mit einer frischen, pop-rockigen Note und eingängigem Refrain. Es fühlt sich wie eine natürliche Weiterentwicklung der Band an: bluesig, rockig, mit diesem unverwechselbaren Groove.

Das ganze Album ist ein wilder Ritt durch die Stones-Geschichte: Honky Tonk, Blues, Country-Einflüsse, Punk-Attitüde und starke Originals. Es gibt Gastbeiträge von Größen wie Paul McCartney, Steve Winwood, Robert Smith (The Cure) und anderen. Charlie Watts ist posthum auf mindestens einem Track vertreten – die Band hat seinen Tod 2021 mit Steve Jordan am Schlagzeug verarbeitet und weitergemacht, ohne je den Spirit zu verlieren.

Kritiker meckern wie immer mal wieder an Kleinigkeiten herum. Wen interessiert’s wirklich? Mick joggt weiter durch die Gegend, Keith kämpft mit seiner Arthritis – der Motor läuft trotzdem. Ronnie Wood hält das Ganze mit seiner lässigen Präsenz zusammen.

Ein Fazit

Das Album ist kein leiser Abschied und kein nostalgisches Aufwärmen alter Glanzzeiten. „Foreign Tongues“ (und davor schon „Hackney Diamonds“) beweist: Rock ’n’ Roll ist die beste Immunisierung gegen den Weltuntergang und gegen das Gefühl, die besten Zeiten seien vorbei. Solange diese Typen noch auf der Bühne und im Studio stehen, fühlt sich die Welt ein kleines bisschen unkaputtbarer an.

Es ist ein Trostpflaster und gleichzeitig ein kräftiger Tritt in den Hintern für alle, die glauben, ab einem gewissen Alter müsse man leiser treten. Die Stones treten nicht leiser – sie drehen einfach weiter auf. Und wir dürfen mithören.


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