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Isabelle Antena

Juni 24, 2022

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Isabelle Antena ist eine französische Sängerin, Songwriterin und die Gründerin der Elektrosamba-Formation Antena. Ihr Stil bewegt sich als Nu-Jazz- und Elektropop-Künstlerin maßgeblich im Einflussbereich von Bossa Nova und Samba. In den 1980er-Jahren war sie Gründungsmitglied des französisch-belgischen Synthiepop-Trios Antena. In den 1990er-Jahren leitete sie zudem die Gruppe Powaga Sisters, mit der sie zwischen 1993 und 2004 drei Alben veröffentlichte. Parallel zu diesen Projekten verfolgte sie eine erfolgreiche Solokarriere, im Zuge derer sie über eine Million Tonträger verkaufte. Besonders große Erfolge feierte sie dabei in Japan und Fernost.

Die Anfänge mit Antena und der Wechsel zur Solokarriere

Ursprünglich war Antena ein Trio, das minimalistische Elektro-, Pop- und Samba-Elemente miteinander kombinierte. Im Sommer 1984 unterzeichnete die Band einen Vertrag mit dem Label Phonogram und wagte mit der Single „Be Pop“ den Sprung in die britischen Charts. Zu dieser Zeit zog Isabelle nach London. Die Nachfolgesingle „Life Is Too Short“ erschien im November desselben Jahres, verfehlte jedoch den kommerziellen Durchbruch.

Daraufhin kehrte Isabelle zum Independent-Label Les Disques du Crépuscule und zu ihrer Solokarriere zurück. Anfang 1986 erschien ihre Single „Seaside Week End“, gefolgt von dem Album En Cavale. Das Anfang des nächsten Jahres veröffentlichte Album Hoping for Love erweiterte ihre musikalische Palette aus Latin, Funk und Samba um akustische Jazz-Elemente.

Durchbruch in Japan und Zusammenarbeit mit Dirk Schoufs

Hoping for Love führte Isabelle erstmals nach Japan, wo sie 1987 beim renommierten Tokyo Music Festival als beste internationale Sängerin ausgezeichnet wurde. Im Anschluss trat sie im Tokyo Dome im Vorprogramm von Earth, Wind & Fire sowie Kool & the Gang auf.

Kurz darauf veröffentlichte sie ihr drittes Soloalbum On a Warm Summer Night. In Europa erschien das Werk unter dem Titel Tous Mes Caprices und wurde durch eine Belgien-Tournee im Vorprogramm von Vaya Con Dios beworben. Deren Bassist, Dirk Schoufs, wurde bald darauf ihr Co-Autor, musikalischer Partner und schließlich ihr zweiter Ehemann.

In der Folgezeit schrieb und veröffentlichte Isabelle die Alben:

  • De l’Amour et des Hommes (1988)
  • Jouez le Cinq (1989) – welches nur wenige Monate später als Intemporelle (1990) neu aufgelegt wurde.

Mit diesem Repertoire tourte sie live durch Europa, Nordamerika und Japan. Dirk Schoufs verließ schließlich Vaya Con Dios, um fest in Isabelles Band einzusteigen. Er brachte den Vaya-Schlagzeuger Marco De Meersman sowie den Jazzgitarristen Fritz Sundermann (Sohn von Freddy Sunder) mit ins Boot.

Schicksalsschlag und Neuanfang

Dieses Quartett unterstützte sie bei ihrem nächsten Album Les Derniers Guerriers Romantiques, einem Konzeptwerk, das im April 1991 erschien. Nur kurz darauf, am 24. Mai 1991, verstarb Dirk Schoufs – ein schwerer Schicksalsschlag für die Künstlerin.

Nach einem Jahr des Rückzugs kehrte sie 1992 ins Studio zurück, um das Album Carpe Diem aufzunehmen, das im November in Japan und Frankreich veröffentlicht wurde. Eingespielt mit ihren Weggefährten De Meersman und Sundermann unter der Leitung des Toningenieurs Gilles Martin im Brüsseler Studio Caraïbes, produzierte Isabelle das Album dieses Mal komplett selbst.

Kooperationen und spätere Projekte

Seit Carpe Diem hat Isabelle Antena mehr als zehn weitere Alben veröffentlicht, die von Jazz, Funk und Latin bis hin zu House reichen. Zudem arbeitet sie als Songwriterin und Produzentin für andere Künstler. Sie kollaborierte mit Projekten wie Fragile on the Rocks, den Powaga Sisters und der Jazz-Formation Pause Café. Obwohl ihr kommerzieller Erfolg in Japan und Fernost oft größer war als in ihrer Heimat, genießt sie in Europa und den USA bis heute hohe Anerkennung bei Kritikern.

Ab Mitte der 1990er-Jahre öffnete sie sich verstärkt der elektronischen Musikszene:

2010: Mit der Veröffentlichung von Bossa Super Nova im April wurde schließlich die Antena-Trilogie vollendet.

1996: Ihr Song „Antena“ eröffnet die erste ESL-Compilation (*) der Thievery Corporation.

Folgejahre: Zusammenarbeit mit namhaften DJs und Produzenten wie Buscemi, Nicola Conte, Ursula 1000 und Yukihiro Fukutomi.

2005: Diese Riege an Künstlern steuerte Remixe zu ihrem Bossa-Mix-Doppelalbum Easy Does It / Issy Does It (Remixes) bei.

2006: Die Thievery Corporation gastierte erneut auf dem Antena-Projekt Toujours du Soleil.


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