Wynton Marsalis

Wynton Marsalis

Wynton Learson Marsalis ist einer der bekanntesten Jazztrompeter der Gegenwart und künstlerischer Leiter von Jazz at Lincoln Center.

Wynton Marsalis wurde als zweiter der sechs Söhne des Jazzpianisten Ellis Marsalis und dessen Frau Dolores geboren. Sein älterer Bruder ist der Jazz-Saxophonist Branford Marsalis. Auch die beiden jüngeren Brüder Delfeayo (Posaune) und Jason (Schlagzeug) wurden Jazz-Musiker.

Wynton begann das Trompetenspiel mit 12 Jahren. Erfahrungen in traditionellem Jazz sammelte er als Jugendlicher in der Band von Danny Barker.

1979 zog er nach New York City, um die Juilliard School of Music zu besuchen . Er wollte eine Karriere in der klassischen Musik verfolgen.

Nach dem Studium an der Juilliard wurde er 1980 Mitglied von Art Blakey’s Jazz Messengers und blieb bis 1982 bei Blakey. Er änderte seine Meinung über seine Karriere und wandte sich dem Jazz zu. Er hat gesagt, dass jahrelanges Spielen von Blakey seine Entscheidung beeinflusst hat.

Seit 1982 ist Marsalis als Solist und Lehrer tätig, wobei er sich sowohl dem Jazz als auch der klassischen Musik widmet.

Der Jazzautor Joachim-Ernst Berendt urteilte über ihn: „Seit Dizzy Gillespie ist die Trompete im Jazz nicht mehr mit einer solch luziden instrumental-technischen Meisterschaft geblasen worden wie von Wynton Marsalis.“ 1997 wurde Marsalis in die American Academy of Arts and Sciences gewählt. Für 2015 erhielt er die National Humanities Medal.

Marsalis gilt als äußerst konservativer Musiker, der viele stilistische Entwicklungen des Jazz ab Ende der 1960er Jahre – etwa Free Jazz oder Fusion – rigoros ablehnt. Er wird dafür von Vertretern der Jazz-Avantgarde z. T. heftig kritisiert – so bezeichneten ihn John Zorn als „rassistisch“ und Matthew Shipp als „Faschisten“. Dennoch beteiligte er sich etwa an der Einspielung von Mingus’ Third Stream-Komposition Epitaph und Joe Hendersons Album Lush Life: The Music of Billy Strayhorn.

Als Lehrer am New Yorker Lincoln Center und Musical Director der dortigen Jazz-Abteilung erlangte er in den 1990er Jahren beträchtlichen Einfluss. Einer seiner bekanntesten Mitstreiter ist der Schriftsteller und Publizist Stanley Crouch. Er war auch ein wesentlicher Berater für die Fernsehserie von Ken Burns über Jazz, die ebenfalls wegen ihrer eingeschränkten Sicht der Jazzgeschichte in der Kritik stand. Seit 2012 ist er als Kulturkorrespondent für CBS tätig.

Wynton Marsalis Diskographie füllt eine extra Seite bei Wikipedia.

Privates

Wynton Marsalis war 1990 bis 1997 mit der Ex-Tänzerin und Schauspielerin Victoria Rowell liiert. Ihr gemeinsamer Sohn Jasper Armstrong Marsalis kam am 26. Dezember 1995 zur Welt.

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