Noa & Gil Dor

Noa

Achinoam Nini ist eine israelische Sängerin und Liedermacherin. Außerhalb Israels ist sie auch unter ihrem Kurznamen Noa bekannt.

In Israel als Kind jemenitischer Juden geboren, lebte sie zwischen ihrem zweiten und 17. Lebensjahr in der New Yorker Bronx. Sie kehrte nach Israel zurück, um dort den auch für Frauen obligatorischen zweijährigen Militärdienst abzuleisten. Danach begann sie ein Studium an der Rimon School, einer Musikhochschule für Jazz und zeitgenössische Musik in Ramat haScharon, wo sie den Gitarristen Gil Dor, ihren langjährigen musikalischen Partner, kennenlernte. Alle bisher erschienenen Alben hat sie mit Gil Dor gemeinsam produziert oder komponiert.

Die Musik-Stile dieses Erfolgs-Duos umfassen Pop, Rock, Blues, R&B, Country, Country Western, Folk, Yemenite & Italian folk. Noa hat eine große Anzahl Lieder eingespielt, darunter solche in Italienisch, Französisch, Spanisch, Englisch, Arabisch, Hebräisch, in Thai, Hindi, im jemenitisch-jüdischen Dialekt, auch jüdische und christliche Gebetstexte, ggf. übersetzt in Hebräisch oder Englisch.

Sie hatte gemeinsame Auftritte oder Einspielungen mit (u. a.) Sting, Stevie Wonder, Carlos Santana, Sheryl Crow, George Benson, Johnny Clegg, Zucchero, Peter Maffay, Pino Daniele, Rita Marcotulli, Rita Kleinstein, Massimo Ranieri, Carlo Fava, Florent Pagny, Jean-Jacques Goldman, Khaled, Amine, Lokua Kanza, Jorge Drexler, Joan Manuel Serrat, mit Meir Banai, Miguel Bosé, Donovan, Maurane, Éric Serra, Pascal Obispo, Patrick Bruel, Mike Mainieri, Chava Alberstein, Gil Dor, Gil Ofarim, Nini Band, Solis String Quartet, Al Di Meola oder Bustan Abraham.

Obwohl die Liste der Künstler lang ist, die sich ihrer Stimme „bedienten“ ist sie gerade in Deutschland nicht sonderlich bekannt geworden.

Noa vertrat im Jahr 2009 ihr Heimatland Israel beim Eurovision Song Contest in Moskau. Sie trat im Duett mit der palästinensischen Christin Mira Awad auf und interpretierte das Lied There Must Be Another Way zum Thema Friedensprozess im Nahen Osten. Im ESC-Finale erzielten Noa und Mira Awad den 16. Platz.

Sie ist mit Asher Barak, einem Kinderarzt, verheiratet und hat drei Kinder, Ayehli, Enea und Yum.

Achinoam Nini setzt sich immer wieder für Frieden und Ausgleich zwischen Juden und Palästinensern ein. So stand sie auch mit Jitzchak Rabin kurz vor dessen Ermordung durch einen israelischen Extremisten auf der Bühne einer Friedenskundgebung in Tel Aviv (4. November 1995). Darüber hinaus gehört sie dem 24-köpfigen Direktorium des New Israel Fund (NIF) an – eines internationalen Fonds, der sich über die Förderung zahlreicher zivilgesellschaftlicher Projekte für Gleichheit und Demokratie in Israel einsetzt. Sie fördert den NIF auch durch ihre künstlerische Arbeit, so beispielsweise im Februar 2017 in Zürich mit einem als PR- und Benefizkonzert abgehaltenen Konzert.

 

Diskografie

  • 1991: Achinoam Nini and Gil Dor Live
  • 1993: Achinoam Nini and Gil Dor
  • 1994: Noa
  • 1996: Calling
  • 1997: Achinoam Nini
  • 1998: Achinoam Nini & the Israel Philharmonic Orchestra
  • 2000: Blue Touches Blue
  • 2001: First Collection
  • 2002: Now
  • 2003: Noa Gold
  • 2005: Noa Live
  • 2006: Live In Israel (International)
  • 2008: Genes & Jeans
  • 2009: There Must Be Another Way (mit Mira Awad)
  • 2012: Noapolis – Noa Sings Napoli
  • 2015: Love Medicine
  • 2019: Letters to Bach

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